24.11.2025 - Abreise & Flug nach Johannesburg
Nach einer ruhigen Nacht stellte ich im Bad fest, dass es kein warmes Wasser gab, aber das war auszuhalten. Ich war relativ früh aufgestanden, weil ich noch einiges erledigen musste, bevor ich um 11:15 Uhr das Auto abgeben konnte. Deshalb bin ich zum frühstmöglichen Zeitpunkt um 07:30 Uhr zum Frühstück gegangen, wo schon die Giraffen auf mich warteten. Die Dame von der Rezeption war gerade dabei, sie zu füttern. Auch ein Oryx hat sich bedient, obwohl er es nicht sollte.
Das Frühstück war lecker und der Ausblick auf die Giraffen einmalig. Genau deshalb hatte ich das Camp gebucht! Leider musste ich um 08:15 Uhr schon auschecken und bin dann nach Windhoek gefahren, um mein Auto waschen zu lassen. Da es hier keine Waschstraßen gibt und das, was ich mir gestern angeschaut hatte, zu seltsam aussah, hatte ich im Internet nach Alternativen geschaut und bin zuerst zu „Shisha Shine“ gefahren. Das war garnicht so leicht zu finden, weil Google mich wieder in die Irre führte und das Unternehmen nur über eine Schranke erreichbar war. Leider waren morgens um 9 schon ca. 10 Autos vor mir, sodass ich gleich wieder umdrehte und doch zu dem empfohlenen Carwash neben Joes Bierhaus gefahren bin.
Dort war es zum Glück gerade leer, sodass ich direkt dran gekommen bin. Der Manager nahm den Auftrag entgegen und sicherte mir zu, dass die Reinigung in einer Stunde erledigt sei. Kosten für Innen- und Außenreinigung per Hochdruckreinigunger bzw. per Hand: 300 N$ (= 15 €). Ich konnte mein Gepäck in seinem Container aufbewahren und draußen im Schatten in einer Sitzgruppe warten. Kurze Zeit später kam ein weiterer Mann dazu, der sein Auto waschen lassen wollte: es war der Bayer, den ich mit seiner Frau schon in Swakopmund im Guesthouse gesehen hatte. Schnell setzte er sich zu mir und wir unterhielten uns gut, bis der Manager nach einer Stunde kam und meinte, dass es noch ein paar Minuten dauern würde.
Gegen 10:30 Uhr konnte ich das Auto aber wieder übernehmen und fuhr frohen Mutes Richtung Mietwagen-Verleih. Als ich aus der Stadt rausfuhr, bemerkte ich aber, dass der Tank nicht mehr ganz voll war. Also hab ich gedreht und bin noch schnell zum Tanken gefahren. Um 11:04 Uhr fuhr ich auf den Parkplatz der Mietwagenfirma - gerade noch rechtzeitig.
Nachdem ich meine Sachen ausgeräumt hatte, wurde das Auto kontrolliert und inspiziert. Zum Glück war alles in Ordnung. Mein übrig gebliebenes Wasser hab ich dann noch an ein Pärchen verschenkt, welches gerade sein Auto übernommen hatte und losfahren wollte. Bei den Snacks hatten sich schon das Autowasch-Personal bedient… Wie gut, dass wenigstens noch alles Werkzeug im Auto war.
Relativ schnell hat mich dann ein Fahrer zurück zum Flughafen gefahren. Da saß ich nun - 6 Stunden vor Abflug und wusste nicht, wohin mit mir, weil der Flughafen so winzig war. Es gab gefühlt nur 6 Check-In-Schalter und 3 Sitzreihen. Dort hab ich es mir dann auf den Metallbänken bequem gemacht und 3 Stunden gewartet. Beim Check-In hat trotz Übergewicht des Koffers alles geklappt und bei der Pass- und Sicherheitskontrolle war ich weit und breit der Einzige. An den Gates war es genauso wenig los. Selbst im Duty Free war die Kasse unbesetzt und auch bei den Wechselstuben war kein Personal zu sehen.
Der Flug mit South African Airways war gut organisiert und startete pünktlich. Eigentlich hätte ich auf Platz 27F gesessen, doch den gab es nicht. Stattdessen stand 31A auf meinem Ticket, und ich dachte: das ist ganz hinten, toll. Aber beim Einsteigen wurde ich positiv überrascht: Der Platz war ganz vorne, direkt hinter der Business Class! Nach Reihe 7 kam 31 - ist doch logisch, oder? ;-) Sogar mit Beinfreiheit, was will man mehr?

Am Anfang war der Flug ruhig, aber als wir in Johannesburg ankamen, wurde es gruselig: Es waren überall um uns rum Gewitterzellen zu sehen, Blitze schlugen in den Boden ein und dann kam die Durchsage, dass der Flughafen gesperrt sei, wegen Sturm und zu viel Regen. Wir kreisten also eine Viertelstunde zwischen den Gewitterzellen hin und her und irgendwann ging der Pilot runter und landete. Mann war ich froh, als wir unten waren.
Die Einreise war unkompliziert. Ich hab zügig einen Stempel in den Pass bekommen und konnte mein Gepäck entgegen nehmen. Das Flughafen-Hotel war gut ausgeschildert und man konnte durch das Flughafen-Gebäude bis zum Lift gehen. Auf dem Zimmer angekommen war ich dann erstmal völlig k.o.. Das Fenster ging Richtung eines Autobahnkreuzes und ließ sich nicht richtig schließen. Es war also laut und die Abgase kamen rein. Die Lüftung im Bad ließ sich auch nicht abstellen, aber was solls. Ich war zu k.o. um mich zu beschweren.









