Fazit zu Namibia
Der Wunsch, nach Namibia zu reisen, stammt noch aus der Zeit, wo ich bei der Arbeitsagentur beschäftigt war. Damals (vor ca. 18-20 Jahren) hatte eine Kollegin mir von diesem Land vorgeschwärmt und ich dachte: Da würdest Du ja auch gern mal irgendwann hin... Deshalb stand für mich relativ schnell fest, in welches Land ich auf meiner Weltreise als erstes reisen würde. Und ich muss sagen, es hat sich definitiv gelohnt!
Namibia ist unglaublich vielseitig und hat es innerhalb von kürzester Zeit geschafft, mich aus meinem Alltag rauszuholen. Die Menschen sind nett und dadurch, dass viele Deutsch sprechen, war die Verständigung einfach. Ich hätte nicht gedacht, dass ich bei einer selbst gebuchten Reise so viele Tiere zu Gesicht bekommen würde! Das lag aber vermutlich auch daran, dass ich eine gute Mischung aus einfachen Unterkünften und privaten Lodges hatte. Ohne die Game Drives in den privaten Reservaten wären es deutlich weniger Tiersichtungen gewesen, da sich die Guides gut auskennen und mit anderen vernetzt sind.
Was die Sicherheit angeht muss ich sagen, dass ich das Land als relativ sicher empfunden habe. Ich hatte keine Situation, die irgendwie komisch oder bedenklich war. Was vermutlich aber auch daran lag, dass ich mich überall an die üblichen Sicherheitsregeln gehalten habe.
Die Entfernungen zwischen den einzelnen Orten habe ich allerdings etwas unterschätzt. Gerade die Strecken auf den Gravel Roads haben ziemlich an meinen Nerven gezehrt, da die Zeitangaben bei Google Maps nicht mit den tatsächlichen Fahrzeiten übereingestimmt haben.
Was die Reifen und das Auto angeht, so bin ich ziemlich bewahrt worden. Sowohl die Österreicher als auch die Bayern, mit denen ich mich während der Reise unterhalten habe, hatten während der Fahrt mindestens einen Platten. Und ich bin insgesamt 3.856 km gefahren ohne ein einziges Problem mit dem Auto gehabt zu haben!
Wie man aus den Beiträgen erkennen konnte war das Essen eher nicht nicht meins. Ich hab zwar alles mögliche probiert, aber umgehauen hat mich davon nichts.
Trotzdem würde ich jederzeit wieder hinreisen! Es war ein großes Abenteuer und ich bin froh und dankbar für alles, was ich dort erleben durfte.
Falls Euch die Bilder gefallen haben und ich Euer Interesse an dem Land geweckt habe, könnt Ihr mich gern anschreiben. Ich beantworte gern alle Fragen, auch zu den Unterkünften, der Mietwagen-Firma etc..
Kurioses
- Namibia ist ein sehr sauberes Land. Es gibt kaum Müll, der irgendwo herum liegt.
- An vielen Bankautomaten liegt das maximale Abhebungslimit pro Vorgang bei 2.000 N$ (= ca. 100 €).
- Der Temperatur-Unterschied zwischen dem Inland und der Küste beträgt teilweise über 20 Grad.
- In Städten gibt es Kreuzungen, an denen ein Stop-Schild mit einer Zahl darunter angebracht ist. Diese Zahl weist darauf hin, dass an allen Straßen, die auf diese Kreuzung zu führen, ein Stop-Schild angebracht ist. Dort gilt nicht "rechts vor links", sondern "Wer zuerst kommt, fährt zuerst.". Selbst in der Hauptstadt gibt es so wenig Verkehr, dass die Verständigung zwischen den Fahrer/innen kein Problem ist.
- An Frühstück-Buffets gibt es meist 2 Säfte: Der Gelbe ist eine Art Orangensaft (meist Nektar mit viiiel Zucker) und der Rote ist nicht etwa Grapefruit-Saft sondern Guaven-Saft (ebenfalls sehr süß).
