22./23.11.2025 - Die letzten Tage in Namibia

Die Nacht war schrecklich: Viel zu warm und das Bett war unbequem. Von den Tieren her ging’s sogar einigermaßen, aber als die Nachbarn mich gegen 05:30 Uhr weckten mit dem Ruf „Schon wieder kein Wasser - was für ne Sch…!!“ war ich bedient. Pünktlich um 06:00 Uhr sind sie aus ihrem Zimmer gepoltert. Danach hatte ich Ruhe. Hab die Fenster aufgemacht, Luft reingelassen und Tagebuch geschrieben.

Der Vorteil einer solchen Unterkunft ist: wenn man nicht viel auspackt, muss man auch nicht viel wieder einpacken. ;-) Als ich durch die Anlage zum Frühstück ging, waren viele Leute schon dabei, das Resort zu verlassen. Kein Wunder. Das Frühstück war übersichtlich: man hatte die Wahl zwischen Müsli mit warmer Milch oder warmem Joghurt, oder aber Rührei, Speck und Würstchen. Der nette Mann hinter der Theke hat mir wärmstens das Rührei empfohlen und ich dachte, dass man da ja eigentlich nichts falsch machen könnte, weil es ja erhitzt wurde. Beim Essen hab ich dann festgestellt, dass es leider nicht durchgebraten war und hab den Rest stehen lassen. Wie sollte man sich bei so einer Auswahl auch richtig entscheiden? Hoffentlich hab ich mir da jetzt nichts eingefangen.

Dann hab ich schnell das Auto beladen und ausgecheckt (ungeduscht natürlich). Die Rezeption hatte Strom und hat mir ohne Probleme das hinterlegte Deposit von 500 N$ zurückgegeben. Wofür man das hinterlegen musste? Ich habe keine Ahnung…

Danach bin ich auf direktem Wege zur nächsten Lodge gefahren, welche in der Nähe von Windhoek liegt. Nach knapp 5 Stunden Autofahrt auf geteerten Straßen führte mich Google Maps plötzlich mitten ins Nichts. Irgendwann stand ich vor einem geschlossenen Tor, welches auf ein Privatgrundstück führte, und kam nicht mehr weiter. Aber zum Glück hatte ich eine Abfahrt zuvor ein Schild gesehen, wo der Weg auch hergehen könnte. Und tatsächlich: Nachdem ich rumgedreht und zurückgefahren war, hab ich die Lodge gefunden (Google weiß eben doch noch nicht alles. ;-)) Sie war schön eingerichtet und es gab in jedem Haus nur 4 Zimmer. Auf dem Gelände lebten viele Tiere, sodass mir im Laufe meines Aufenthaltes Warzenschweine und ein Strauß sprichwörtlich über den Weg gelaufen sind.

Am nächsten Tag habe ich den Game Drive um 10 Uhr mitgemacht, welcher über das Gelände der Lodge führt. Wir haben ein Krokodil gesehen, welches sein Essen noch nicht aufgegessen hatte. Danach gabs Gnus, Giraffen und Nashörner. Hat sich also echt gelohnt! Nach 1,5 h wurde dann im Flussbett eine Snack-Pause gemacht und dann war der Ausflug leider auch schon wieder vorbei.

Anschließend bin ich nach Windhoek gefahren und hab mir die Waschanlage angeschaut, die mir die Mietwagen-Firma empfohlen hatte. Das Auto sollte bei Rückgabe sauber sein, ansonsten werden laut Vertrag 72h Extra-Zeit berechnet. Leider sah sie nicht sehr vertrauenserweckend aus… Dann bin ich noch zur Maerua-Mall gefahren und hab ein bisschen geshoppt. Bei „Hungry Lions“ habe ich einen Chicken-Burger gegessen - leider ohne Salat, weil der gerade aus war, aber geschmeckt hats trotzdem. 

Anschließend ging’s zum Windhoek Game Camp (powered by Peter Wackel). Ich wurde sehr freundlich von der Dame an der Rezeption empfangen und hab mich gleich wohlgefühlt. Das Zimmer war ein Glamping-Zelt: richtig toll ausgestattet und sauber! Trotz der Lücken im Boden gab es kein Ungeziefer.

Abends gab es dann ein Menü, welches ich vorher gebucht hatte. Vorspeise war ein kleiner gemischter Salat, danach wurde ein Papadam mit Reis und Hähnchencurry mit Gemüse serviert und zum Abschluss gab es Mousse au Chocolat (zwar aus der Tüte, aber trotzdem lecker). Die Atmosphäre war super - genau das Richtige für den letzten Abend in Namibia!

Dann bin ich ins Zelt und hab relativ schnell geschlafen.

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