Fazit zu Südafrika
Wenn man sich die Reisehinweise des Auswärtigen Amtes zu Südafrika durchliest, wird einem anders: Es wird so viel vor Kriminalität und Überfällen gewarnt, dass ich während der Reiseplanung lange überlegt habe, ob ich mich wirklich alleine in dieses Land trauen soll.
Da ich aber schon immer mal den Kruger Nationalpark und die Garden Route sehen wollte, hab ich es gewagt und kann sagen, dass ich es nicht bereut hab. Im Gegenteil: Die Menschen, die mir begegnet sind, waren alle sehr freundlich und die Erlebnisse (besonders die Tiersichtungen) waren einmalig!
Weil die Kriminalität besonders in und um Johannesburg momentan sehr hoch ist, bin ich kein Risiko eingangen und bin in den Kruger Nationalpark geflogen, statt mit dem Auto oder mit einer Busreisegesellschaft hin zu fahren. Das würd ich auch immer wieder so machen, weil es sehr komfortabel ist und Zeit spart. Vor Ort in ein privates Game Reserve zu gehen war gerade im Sommer auch genau richtig, weil ich alleine niemals so viele Tiere gesehen hätte.
Die Garden Route war schön, jedoch bei weitem nicht so spektakulär, wie ich es durch die vielen Reiseberichte erwartet hatte, die ich vorher gelesen habe. Kapstadt hingegen hat mich positiv überrascht! Die Stadt hat einiges zu bieten und ich hab bei weitem nicht alles geschafft, was man dort erleben kann.
Sollte es mich nochmal nach Südafrika ziehen, würde ich Kapstadt mit dem Kruger Nationalpark verbinden (von dort aus gibt es ebenfalls Direktflüge nach Skukuza).
Kurioses
- Südafrika hat 11 (!) offizielle Amtssprachen. Englisch ist aber weit verbreitet, sodass man sich gut verständigen kann. Afrikaans erinnert stark an Niederländisch. Wer also oft in unserem Nachbarland unterwegs ist, hat gute Chance, einzelne Wörter wiederzuerkennen.
- Der südlichste Punkt des afrikanischen Kontinents ist nicht etwa am Kap der guten Hoffnung, sondern am Kap Agulhas, welches 230 km von Kapstadt entfernt liegt.
- Die Sommerferien dauern 6 Wochen und gehen ca. von Mitte Dezember bis Ende Januar, also über Weihnachten.
- Den Sommer in Südafrika hätte ich mir wärmer vorgestellt, besonders an der Küste. Dort war es immer so zwischen 20 und 25 Grad, aber oft war es windig, sodass man sich gut überlegen musste, was man anzieht.
- Das Meer in Kapstadt hat auch im Sommer eine Temperatur von nur 13 - 18 Grad, was an der aus der Antarktis kommenden Benguela-Strömung liegt. Wer baden gehen möchte, muss also mutig sein - nicht nur wegen der Haie. ;-)
- Benzin kostet umgerechnet ca. 1,05 €.
- Was kostet wohl eine Maschine Wäsche, wenn man sie in Kaptstadt in einem Boutique-Hotel waschen lässt? Antwort: umgerechnet 80 €, da jedes Teil einzeln berechnet wird! Zum Glück hat der Inhaber mir einen Rabatt gewährt, sonst wär ich beim Ausschecken umgefallen.
