13.12.2025 - Anreise zur Sabi Sabi Bush Lodge(Kruger Nationalpark)
Die Nacht war leider nicht so gut, weil ich einerseits das Essen von gestern nicht gut vertragen hab und anderseits so aufgeregt wegen heute war, dass ich jede Stunde wach war. Um 05:15 Uhr hab ich dann die Nacht für beendet erklärt und bin wach geblieben. Allerdings war ich deshalb nicht früher fertig als ursprünglich geplant: gegen 07:10 Uhr habe ich ausgecheckt und bin mit samt dem Gepäck zum Terminal B (Domestic).
Da das Gewicht meines Koffers gefühlt immer mehr wird (obwohl ich bisher nichts gekauft habe!), hatte ich vorher in der App für 5 kg Übergewicht bezahlt. Das war gut, denn die Waage zeigte 25,3 kg an. War aber kein Problem und auch die Sicherheitskontrolle ging schnell.
Der heutige Flug ging nach Skukuza und dauerte nur 42 Minuten. Trotz der kurzen Flugzeit hatte ich die Wahl zwischen Käsebrötchen oder Muffin und einem Getränk. Die Landung war etwas wackelig, aber wir sind sicher unten angekommen. Und plötzlich war ich mitten im Kruger Nationalpark.
Der Flughafen war winzig und direkt nach Betreten des Gebäudes wurde ich von einem netten Mann mit Schild empfangen, der mich abholen wollte. Sollte ich nicht zuerst noch meinen Koffer holen? Nein nein, das machen wir alles zusammen, meinte er. Also gut: erst hab ich ein Blatt ausfüllen müssen, das er irgendwo abgegeben hat. Dann sind wir raus gegangen und standen vor einer Art Bühne. Das war das "Kofferband". Nach und nach trugen die Mitarbeiter des Flughafens die Koffer einzeln heraus und man konnte sich dann entsprechend bedienen. Natürlich wurde mir beim Verladen auf das Auto geholfen und schon ging die Fahrt zur Lodge los - stilgerecht in einem Safari-Fahrzeug. ;-) Nach dem Verlassen des Flughafengeländes hörte der Teer auf und die Straßen waren ziemlich holprig. Mein Guide meinte, dass das am vielen Regen der letzten Wochen liegen würde. Es würde bumpy werden. Aber das war ich ja von den letzten Safaris schon gewohnt.
In der Sabi Sabi Bush Lodge angekommen wurde ich von einem Mann in einem weißen Hemd begrüßt. Er stellte sich als Conrad vor und geleitete mich zur Rezeption. Conrad ist der Manager des Hotels. Beim Check-In wurden mir alle Abläufe genau erklärt und dann wurde mir das Zimmer gezeigt: es was riesig und hat einen Wohnbereich, einen Schlafbereich und ein großes Bad mit Wanne, Dusche und Außendusche. Wow!
Nachdem ich mich ein bisschen akklimatisiert hatte, stand um 16:30 Uhr der erste Game Drive an. Beim Afternoon Tea wurde ich von Sibu, meinem Ranger, begrüßt. Er führte mich nach draußen, wo wir schon von Phius, meinem Tracker, am Auto erwartet wurden. Die beiden werden für den gesamten Aufenthalt alle Game Drives mit mir machen. Als ich fragte, wer sonst noch alles im Auto mitfahren würde, haben sie mich komisch angeschaut. Natürlich bekommt hier jede 'Reisegruppe' ihr eigenes Fahrzeug! Und da ich alleine unterwegs war, war ich der einzige Gast - in einem Auto mit 9 Gäste-Sitzplätzen. Mann, war das hier exklusiv...
Dann ging die Fahrt los. Alles war grün und dicht bewachsen, sodass man wenig sehen konnte. Die beiden fanden trotzdem einige Highlights: eine Gruppe an Wildhunden und viele Löwen. Einer lag auf einem Termitenhügel und poste regelrecht in die Kamera. Nach 2h haben wir auf einer Lichtung eine Pause gemacht und es gab Snacks und Säfte - nur für mich! Die anderen beiden haben natürlich auch was bekommen. Danach sind wir noch ein bisschen im Dunklen herum gefahren und haben noch ein paar Löwen beobachten können.
Zurück in der Lodge hat es kurz vor dem Abendessen angefangen zu regnen. Nachdem das Personal alle Tische umgedeckt hatte (eigentlich war das Dinner draußen geplant gewesen) konnten wir uns zum Tisch begeben. Es ist wohl üblich, dass die Ranger mit den Gästen zusammen am Tisch zu Abend essen. Das war ganz nett, aber wir hatten uns nicht so viel zu erzählen, weil Sibu sehr einsilbig war und mir viele Vokabeln nicht einfallen wollten.
Danach hat er mich zum Zimmer geleitet, weil man in Dunklen nicht alleine durch die Anlage gehen darf. Beim Check-In hatte man mir erklärt, dass es zwar einen Zaun um die Lodge gäbe, dieser aber nur die Elefanten abhalten würde. Alles, was kleiner ist, kann rein und es waren wohl abends schon mehrere Leoparden und Hyänen hier zwischen den Häusern unterwegs.


















