26.11. - 01.12.2025 / Insel Praslin

Mittwoch, 26.11.

Die Nacht war schlecht: Viel zu warm und die Kissen waren kaum auszuhalten. Wie gut, dass ich dort nur eine Nacht bleiben musste! Pünktlich um 8 Uhr war ich fertig und kurz danach wurde ich von einem unbekannten Mann abgeholt. Bei der Casadani angekommen gab es keine Erklärung, keine Entschuldigung, nichts… Ich durfte mein Gepäck alleine die steile Treppe hochgeschleppen und mir wurde das Frühstück gezeigt, welches das Übersichtlichste bisher auf meiner Reise war. Mir wurde ein kleiner Teller mit Obst gebracht. Am Buffet gab es Saft, Toast mit Marmelade und auf Anfrage Rührei - das wars. Natürlich musste man sich das Essen mit den Vögeln und dem Ungeziefer teilen, das auf meinem Tisch rumkrabbelte. Widerlich! Nach dem Frühstück musste ich noch bis 10:55 Uhr warten, bis ich endlich abgeholt wurde. 

Der Transfer brachte mich zum Flughafen und eine Mitarbeiterin von Creole hat mich beim Check-In unterstützt. Das Flugzeug war winzig und man konnte bis ins Cockpit schauen:

Nach 20 Minuten Flugzeit sind wir gut auf Praslin gelandet und ein Fahrer hat mich zur Villa Aya gebracht, meiner Unterkunft für die nächsten 6 Nächte. Dort wurde ich von Merushka, der Inhaberin, begrüßt und sie zeigte mir direkt mein Zimmer: ich hatte die Petite Villa - wunderschön! 

Nach der Begrüßung durch meine Reiseleiterin Natalya hab ich mir noch den nahegelegenen Strand angeschaut, die Grand Anse. Der war jedoch anders als erwartet:

Von Traumstrand keine Spur. Stattdessen angeschwemmtes Seegras wohin man blickte. Ein Glück hab ich ab morgen einen Mietwagen...

 

Donnerstag, 27.11.

Um 08:00 Uhr habe ich ein leckeres Frühstück mit frischen Früchten auf meiner Terrasse serviert bekommen. Anschließend hab ich das Auto erhalten und bin zu einer Inselrundfahrt aufgebrochen.

Die Insel ist sehr grün und die Straßen eng. Unterwegs gab es ein paar tolle Strände, u.a. den Anse Boudin.

Abends habe ich ein Experiment gewagt und hab etwas bei einem TakeAway geholt. Das ist hier wohl üblich, weil die Restaurants so teuer sind und es ist praktisch, weil das Essen bereits fertig in der Auslage liegt. Da die restlichen Gerichte nicht so appetitlich aussahen, hab ich mich für das Fish Curry mit gebratenen Nudeln entschieden und muss sagen, dass es erstaunlich lecker war!


Freitag, 28.11.

Den Freitag habe ich am Anse Lazio verbracht - dem Traumstrand schlechthin! Weißer Sand, türkisblaues Wasser, eingerahmt von Felsen und gesäumt von Kokos-Palmen. Unglaublich schön! 


Samstag, 29.11.

Heute war ich recht früh wach, weil ich ziemlich aufgeregt war: Ich hatte einen Ganztagesausflug mit dem Boot zur Insel Curieuse gebucht und wusste nicht, wie mein Magen darauf reagiert (Stickwort: Motion Sickness). 

Das Boot war ziemlich klein und wir mussten ohne Schuhe durchs Wasser einsteigen. Das war schon das erste Abenteuer. ;-) Auf dem Boot angekommen hab ich erstmal eine Tablette eingeworfen, weil ich davon ausgegangen war, dass es ziemlich wackeln würde. Das tat es aber nicht, weil das Meer unglaublich glatt war - ähnlich wie der Bodensee! Zuerst ging es zur Insel St. Pierre, wo es einen Schnorchel-Spot gab. Die Schnorchel-Ausrüstung wurde verteilt und schwupps war ich im Wasser. Es fühlte sich komisch an, so weit draußen im Meer zu schwimmen, aber als ich den Kopf ins Wasser gehalten hab, war es toll. Es waren viele Fische zu sehen und je näher man den Felsen kam umso artenreicher wurde es. Es war ziemlich tief, aber das war ok - so waren die Fische weit genug weg. ;-) Und dann hab ich ein absolutes Highlight erlebt: eine Meeresschildkröte hat direkt neben mir ein paar Algen gefressen, dann ist sie neben mich geschwommen und aufgetaucht, um Luft zu schnappen. Dann ist sie weitergezogen. Ein tolles Gefühl!

Auf Curieuse angekommen sind wir auf die andere Inselseite gewandert. 1,7 km war der Weg lang, und wir haben fast eine Stunde gebraucht, weil es über Stock und Stein mehrmals rauf und runter ging und wir einige Pausen gemacht haben.

Als wir ankamen, wurden wir von einem kleinen BBQ-Buffet erwartet, wo wir uns stärken konnten. Danach hatten wir eine Stunde Zeit, um die Aldabra-Schildkröten zu bewundern. Ca. 300 Stück sollen auf dieser Insel leben! Sie waren sehr zutraulich und man konnte sie streicheln und füttern.

Um 14:30 Uhr sind wir dann wieder aufs Boot und zu einem weiteren Schnorchelstop gefahren, der vor dem verlassenen Hotel New Emerald Cove war. Dort war es wie in einem Aquarium: Fische in allen Formen und Farben schwammen ganz nah um einen herum. Es gab Papageienfische und die großen Dreieckigen. Außerdem habe ich glaub ich einen Kugelfisch gesehen. Faszinierend! Zurück auf dem Boot gab es zum Abschluss einen Cocktail - natürlich mit Takamaka-Rum, dem Rum der Seychellen. Für mich gab es eine alkfreie Variante. Danach hab ich aber noch einen Schluck vom richtigen Cocktail probiert, und was soll ich sagen, der war ziemlich lecker! Was aber vielleicht auch daran lag, dass er eiskalt war und mein anderer nicht. ;-)

Danach ging es zurück nach Praslin.

 

Sonntag, 30.11.

Für heute hatte mir Natalya den Zugang zum Anse Georgette reserviert. Dieser Strand liegt innerhalb des 5-Sterne-Hotels Constance Lemuria. Da aber per Gesetz auf den Seychellen alle Strände öffentlich sind, muss das Hotel einem den Durchgang zum Strand kostenlos gewähren, wenn man angemeldet ist.

Der Weg führte mitten durch den Golfplatz des Hotels, der auf mehreren Hügeln angelegt ist. Dementsprechend anstrengend war es und als ich ankam, hatte sich der Himmel zugezogen und es fing sogar an zu regnen und zu stürmen.

Da sich das Wetter auf den Seychellen angeblich schnell ändern kann, hab ich 2 Stunden gewartet, aber leider wurde es nicht besser. Bin dann im Regen wieder zurück und hab den restlichen Tag auf dem Zimmer verbracht.

 

Montag, 01.12.

Heute war ich vormittags im Vallée de Mai und habe die berühmte Coco de Mer angeschaut. Der Nationalpark ist ein riesiger Urwald voll mit Palmen. Eine höher und schöner als die andere. Überall hingen Kokosnüsse dran und beim Durchlaufen roch es leicht nach Kokos. Ein ganz besonderes Erlebnis! Von den 3 möglichen Routen hab ich mich für die längste entschieden und bin auf eigene Faust los. Der Weg war gut ausgeschildert, aber es war ziemlich anstrengend, weil es so heiß und feucht war. Ich hab mir alles angeschaut und es war beeindruckend, so etwas mal in echt zu sehen.

Danach bin ich nochmal zum Anse Lazio und habe den Wanderweg zum Petit Anse Lazio genommen. Die kleine Bucht war idyllisch, aber zum Baden hat mir die Anse Lazio besser gefallen. Dort habe ich zum Abschluss noch eine frische Kokosnuss von einem der Händler gekauft, die sehr lecker war.

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