02.12. - 06.12.2025 / Insel La Digue
Dienstag, 02.12.
Heute wurde ich um 10:25 Uhr von einem Transfer abgeholt und zum Hafen gebracht, damit ich mit der Fähre zur Insel La Digue übersetzen konnte. Diese Insel ist so klein, dass das die einzige Möglichkeit ist, wie man da hinkommen kann. Aber die Fahrzeit betrug nur 15 Minuten und das Meer war glatt, sodass es kein Problem war.
Auf La Digue angekommen wurde ich von einem Transfer in einem Auto zu meiner nächsten Unterkunft gebracht, obwohl die Insel eigentlich autofrei ist. Die Villa Charme de L'Ile lag nicht weit vom Hafen entfernt und hatte toll eingerichtete Zimmer, die groß und sauber waren:
Nach der Begrüßung durch meine Reiseleiterin Louisette wollte ich die von ihr empfohlene Route auf die andere Inselseite fahren, aber die Fahrräder, die zum Zimmer gehörten, waren beide defekt: beim Ersten ging die Hinterrad-Bremse nicht und beim Zweiten sprang nach wenigen Metern die Kette ab und ließ sich nicht wieder aufziehen. Und die Rezeption war natürlich nicht mehr besetzt...
Eine kurze Suche im Internet führte dazu, dass ich kurzfristig bei einem Fahrrad-Verleih ganz in der Nähe ein gut gewartetes Fahrrad für den ganzen Aufenthalt mieten konnte. So konnte ich meine Radtour doch noch starten. Unterwegs lag einfach so eine Aldabra-Schildkröte auf der Straße:
Mittwoch, 03.12.
In dieser Unterkunft musste man das Frühstück einen Tag vorab bestellen und extra bezahlen. Das hatte ich für heute gemacht, jedoch war es leider in keinster Weise mit dem Frühstück von der letzten Unterkunft zu vergleichen.
Danach bin ich mit dem Fahrrad Richtung Süd-Osten gefahren und habe mir die drei Strände Grand Anse, Petit Anse und Anse Cocos angeschaut.
Zwischen den Buchten führte der Weg über Felsen, sodass ich froh über meine Turnschuhe war. Bei dieser Hitze (30+ Grad) ist selbst die kleinste Wanderung eine schweißtreibende Angelegenheit. Die Anse Cocos war jedoch durch die vielen Korallen und Steine im Wasser für mich nicht so zum schwimmen geeignet, weil ich keine Wasserschuhe dabei habe und es hier Stachelrochen, Steinfische und Seeigel gibt. Also bin ich wieder zurück und habe den Tag an der Petit Anse verbracht, weil es dort im Wasser sehr sandig war.
Gegen 16 Uhr habe ich mich auf den Rückweg gemacht und unterwegs in einem TakeAway angehalten. Da die Auswahl auf der Karte recht dürftig war, hab ich mich fürs Fish Curry entschieden - richtig lecker, ohne eine einzige Gräte! Als Nachtisch gabs dann noch ein Kokos-Eis - mmmhhh! Nebenan am Baum hingen ein paar Flughunde. Ein rundum gelungener Tag! :-)
Donnerstag, 04.12.
Heute klingelte der Wecker schon um 7 Uhr, weil ich möglichst früh am berühmtesten Strand der Seychellen sein wollte: dem Anse Source d'Argent. Louisette hatte gemeint, dass gegen 09:30 Uhr die ersten Ausflugsboote von anderen Inseln kommen und dann der Strand schnell überfüllt sein würde.
Also hab ich schnell in meiner Wohnung gefrühstückt, bin ich um kurz vor 9 losgeradelt und hab am Eingangstor den Eintritt gezahlt (150 SCR = 10 €). Vorbei an einer alten Vanille-Plantage und einem Gehege mit Schildkröten kam ich am Fahrradparkplatz an. Von da ging der Weg zu Fuß zwischen großen Felsen hindurch, und dann war ich da. Der Strand war leider absolut nichts besonders und das Wasser war so niedrig, dass man nicht schwimmen gehen konnte. Außerdem waren überall Steine und Pflanzen im Wasser. Louisette hatte gesagt, ich solle möglichst weit laufen, damit weniger Leute da sind. Was ich auch tat, aber der Strand wurde und wurde nicht besser.
Warum gerade dieser Strand von den Leuten so gehyped wird und angeblich zu den Besten der Welt gehört? Ich habe nicht den blassesten Schimmer...
Gegen kurz nach 10 Uhr war ich schon wieder auf dem Rückweg und habe den Tag lieber an der Petit Anse verbracht, wo es mir gestern schon so gut gefallen hatte.
Abends wollte ich mir dann noch etwas gönnen und bin in eine Pizzeria gegangen, die gute Bewertungen hatte. Allerdings war meine 4-Käse-Pizza ziemlich ernüchternd: es war nichts anderes drauf außer Käse! Keine Tomatensoße, keine Gewürze... und das für 20 €! Das war mehr als doppelt so viel, wie ich gestern bezahlt hatte. Merke: einheimisches Essen zu probieren lohnt sich! ;-)
Freitag, 05.12.
Heute war ich zum ersten Mal auf meiner Reise beim "Friseur".
Ich hatte im Internet Lucas Barber-Shop gefunden. Er hatte gute Bewertungen (auch von Touristen) und ich hatte die letzten Tage schon immer mal geschaut, ob er Zeit hat. Aber egal zu welcher Zeit ich dort war, war immer was los. So auch heute: um 09:30 Uhr hat er aufgemacht und um 10 Uhr saßen schon 4 Leute in der Warteschlange und einer saß auf dem Stuhl und wurde bedient. Termine? Macht er nicht. Ich hab dann draußen gewartet und als der Erste raus kam bin ich rein gegangen. Das war vielleicht ein seltsames Gefühl: alle Männer in dem Raum waren einheimisch und sprachen lautstark in ihrer Sprache (vermutlich Kreol) durcheinander. Ich konnte mich kaum auf mein Buch konzentrieren. Hab dann bis 11:50 Uhr gewartet, bis ich endlich an der Reihe war. Aber anscheinend wollte Luca Mittagspause machen: er hat mich kurz gefragt, wie er es schneiden soll und hat dann mit den Seiten angefangen. Das war auch noch einigermaßen ok. Aber obendrauf schien es so, als hätte er plötzlich keine Lust mehr. Er schnitt wild drauf los, erst mit der Zickzack-Schere und dann mit der Normalen. Als er dann fragte, ob es so ok sei, hab ich gesagt, dass es gern noch ein bisschen kürzer sein könnte. Dann hat er nochmal zur Schere gegriffen, bissel links und rechts abgeschnitten und mir dann den Umhang und die Halskrause abgemacht. Anscheinend war ich fertig… Nach nur 10 Minuten! Naja, zumindest war es billig: 150 SCR (= 10 €) wollte er. Aber das Ergebnis war nicht zufriedenstellend… Was solls, der nächste Schnitt wird bestimmt besser.
Danach bin ich zum Duschen in die Unterkunft, um die losen Haare loszuwerden. Für ein Waschbecken hatte Luca in seiner Hütte wohl keinen Platz.
Anschließend hab ich mich ein bisschen ausgeruht und bin gegen 14:30 Uhr zum Anse Severe gefahren, um mir bei Karims Fruit Bar einen frischen Fruchtsaft zu gönnen. Für 100 SCR (= 6 €) gab es einen halben Liter mit Früchten nach Wunsch (Orange, Mango und Banane) - richtig lecker! Unterwegs lag wieder eine Schildkröte auf der Straße.
Samstag, 06.12.
Nach dem Frühstück bin ich wieder zur Petit Anse gefahren und habe dort den Tag verbracht.
Auf dem Rückweg hab ich noch eine Kirche besichtigt, die anscheinend keine Türen hatte.
Anschließend bin ich nochmal zu Karims Saftbar gefahren und habe mir einen Saft bestellt. Was soll rein? „Surprise me“. Das tat er, und der Saft war wirklich einmalig lecker.
Abends musste ich mein Fahrrad schon wieder abgeben. Eigentlich erst um 19 Uhr, aber als ich um kurz vor 18 Uhr beim Verleiher ankam, war schon niemand mehr da. Ich habe laut gerufen und mich bemerkbar gemacht, und irgendwann kam der Mann von der Rezeption der dazugehörigen Unterkunft. Er meinte, ich könne das Fahrrad einfach abstellen und das Schloss sowie die Stirnlampe hinten in den Korb legen. Nun denn…











































