14./15.11.2025 - Sossusvlei

Überraschenderweise hab ich trotz der vielen Tiere im Zimmer sehr gut geschlafen. Ab 06:00 Uhr hörte man allerdings die Autos und Busse von der Straße - wie auf einer Autobahn! Das äußere Tor zum Nationalpark öffnete um 06:00 Uhr, aber das war mir heute egal. Ich war noch ziemlich müde von gestern und hab es langsam angehen lassen. Außerdem war das Wetter nicht gut. Es regnete ab und zu und der Himmel war bedeckt. Nachdem ich mich fertig gemacht hab, hab ich den Schlüssel zur Rezeption gebracht (damit das Zimmer vom Sand befreit werden kann) und bin zur Lodge zum Frühstücken gefahren. Auch diesmal gab es einen Platz auf der Terrasse - ziemlich kalt um 07:30 Uhr bei bewölkten 22 Grad.

Danach ging’s für mich in den Nationalpark: Am ersten Tor musste man sich mit Namen anmelden und am zweiten Tor den Eintritt entrichten. 200 N$ pro Tag (etwa 10 €). Ab da waren es dann noch 61 km bis zum Sossusvlei. Die Straße war geteert und die Fahrt deshalb recht ruhig. Am 2x4 Parkplatz angekommen hab ich mein Auto abgestellt und den Shuttle zum Sossusvlei gezahlt: wieder 200 N$. Im Endeffekt hätte ich da auch mit meinem Auto hinfahren können, aber da ich den Zustand der Straße nach dem Regen nicht kannte, bin ich auf Nummer sicher gegangen.

Ab da startete dann die Wanderung auf die Big Daddy Düne, die zweithöchste Düne Namibias. Laut Internet ist sie 325 m hoch (laut meiner Uhr waren es 289 Höhenmeter). Dementsprechend lange hat der Aufstieg gedauert. 1,5 Stunden hab ich bis ganz nach oben gebraucht. Es war unglaublich anstrengend, was vermutlich auch damit zu tun hatte, dass ab und zu die Sonne rauskam. Vor mir her ging ein älteres italienisches Ehepaar, welches ich oben dann getroffen hab. Beide waren sehr fit, weil sie wohl regelmäßig in den Bergen wandern gehen würden. Tja, es ist halt nicht jeder so unsportlich wie ich. ;-)

Runter ging es dann ganz schnell, da man den direkten Weg die Düne runter nehmen konnte. In 10 Minuten war ich unten im Tal und bin durch das komplette Deadvlei zu den verkohlten Bäumen gegangen. Die sind seit ca. 500 Jahren tot. Normalerweise ist es so trocken in dem Tal, dass es selbst zum vermodern zu trocken ist. Tja, nur wenn ich da bin kommt der Regen. ;-)

Dann bin ich mit dem Shuttle zurück zum Parkplatz.

Es war noch garnicht so spät, und so hab ich auf dem Rückweg noch bei den Dünen 45 und 40 angehalten und ein paar Fotos gemacht. Die Hoffnung war, ein Bild mit einer sonnenbeschienenen Düne zu bekommen, aber soviel Glück hatte ich leider nicht.

Zurück im Haus habe ich mir dann einen ruhigen Nachmittag gemacht. Ich hatte mir beim Wanderung einen ziemlich starken Sonnenbrand an den Armen und dem Hals eingefangen.

Abends ist dann für mehrere Stunden das Handynetz ausgefallen. Auch das WLAN am Pool war betroffen. Das war vielleicht ein seltsames Gefühl, so ganz ohne Kontaktmöglichkeit zu sein! Zum Glück war ich ziemlich müde und konnte gleich einschlafen.

 

Am nächsten Tag hat es wieder geregnet. Nach dem Frühstück und dem Eincremen (Ja, ich lerne dazu. ;-)) ging es wieder in den Nationalpark. Bei der Düne 45 angekommen war jede Menge los: mehrere Reisegruppen und Busse standen auf dem Parkplatz. Aber da ich keine Eile hatte, hab ich das Auto geparkt und erstmal ein bisschen gechillt. Als dann nur noch ein Auto da stand, bin ich ausgestiegen und die Düne hoch gewandert (Höhe: ca. 170 m). Zum Glück war es trocken und ein bisschen windig, sodass die Wanderung ohne große Anstrengung zu schaffen war.

Anschließend bin ich zur Düne 40 gefahren und hab gewartet, bis die Sonne herauskam. Endlich sind ein paar tolle Fotos entstanden!

Auf dem Rückweg hab ich dann noch bei der Elim-Düne angehalten. Diese Düne war anders als die anderen: Es wuchsen Gräser und Sträucher auf dem unteren Teil und man hatte eine wunderbare Aussicht auf die gesamte Umgebung.

Abends musste ich noch allerlei Ungeziefer aus dem Zimmer entfernen: ich hab sicher 5 Heuschrecken einzeln unterm Glas rausgebracht, und bei jeder Türöffnung gehofft, dass nichts anderes herein kommt. Wie die alle da rein gekommen sind? Ich habe keine Ahnung. Alle Fenster waren verriegelt und den Schlüssel hatte ich den ganzen Tag bei mir.

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