10.11.2025 - Ein Tag voller Tiere
Leider war es heute Nacht sehr windig, sodass ich ewig gebraucht hab, bis ich einschlafen konnte. Morgens wurde ich wieder früh wach - sogar noch vor dem Wecker, der auf 05:30 Uhr gestellt war. Denn um 06:15 Uhr sollte der Morning Scenic Drive starten. Doch leider hatte ich auf meinem Zimmer kein Wasser! Weder im Waschbecken, noch in der Dusche. Also hab ich mich anderweitig fertig gemacht und an der Rezeption Bescheid gegeben.
Am Treffpunkt warteten wieder die 2 Deutschen von gestern Abend und zu Dritt sind wir um 06:15 Uhr mit dem Fahrer aufgebrochen. Die Morgenstimmung in der Kalahari war unglaublich schön! Rote Sanddünen, grün-graue Gräser, Büsche und Bäume… Zuerst hat er uns einen Baum mit einem riesigen Vogelnest gezeigt. Ein paar Springböcke später haben wir dann auf einer Düne eine Pause gemacht und haben Tee oder Kaffee und ein paar Kekse (Heidesand-Taler) bekommen. Und dann jagte ein Highlight das andere: Gnus, Zebras, Giraffen… Nach etwas mehr als 2 Stunden war es dann aber leider schon wieder vorbei und wir wurden zurück zur Lodge gebracht.
Hinweis: Ich habe übrigens den Namen der Lodge wieder aus dem gestrigen Eintrag entfernt, weil im Eingangsbereich ein Schild hing, dass man wegen der Wilderei darauf verzichten sollte, zu zeigen, wo man ist. Scheint wohl leider weiterhin ein großes Thema zu sein, obwohl lebenslängliche Haftstrafen drohen.
Dann gab es Frühstück: Am Buffet gab es Brot, Brötchen, Käse, Wurst, Joghurt, Müsli und Muffins. Bestellen konnte man aber auch Rührei und Pancakes. Sehr lecker!
Nachmittags hatte ich dann einen sogenannten Combination Drive gebucht. Er startete um 16:30 Uhr und diesmal war das Auto voll. Die ersten 1,5 h sind wir wieder durch das Gelände gefahren und haben nach Tieren Ausschau gehalten. Wir haben Zebras, Giraffen, Springböcke und Oryxe gesehen.
Danach kam ein weiteres Auto hinzu und es wurde richtig spannend: Die Gepardenfütterung stand an. Sie haben 3 Geparden, die jeweils in getrennten, abgezäunten Gebieten leben. Die Tiere stammen aus einer Auffangstation. Ihre Mutter ist wohl von einem Farmer erschossen worden, nachdem sie Tiere gerissen hatte. Nachdem die Jungtiere gefunden wurden, sind sie von Pflegern aufgezogen worden. Diese Pfleger sind nun mit einem Auto auf das Gelände gefahren und der jeweilige Gepard ist dem Auto gefolgt bis zu dem Ort, wo wir mit unseren Autos standen. Dann wurden die Tiere mit Fleisch aus einer Schüssel gefüttert - ohne Zaun oder Absperrung. Bei der letzten Fütterung durften wir sogar aus dem Auto aussteigen und zu einem Tor gehen. Dort sollten wir eine Linie bilden. Dann schob der Guide das Tor auf und wir standen nur 2 Armlängen von der Fütterung entfernt und konnten Fotos machen. Echt beeindruckend!
Anschließend ging es noch zum Sundowner auf eine Düne. Dort gab es dann Gin Tonic für alle, die wollten. Aber sie hatten auch Softdrinks und Chips, getrocknetes Fleisch und Nüsse. Dann haben wir der Sonne beim Untergehen zugeschaut. Durch die vielen Menschen und die relativ niedrige Düne war es aber nicht wirklich so besonders.

Zurück in der Lodge gab es Abendessen. Diesmal war es so lecker, dass ich beim Hautgang sogar ein zweites Mal ans Buffet gegangen bin. Als Vorspeise hatte ich Springbock-Carpaccio und zum Nachtisch hausgemachte Amarula-Eiscreme (eigentlich hatte ich Vanille-Eis bestellt, aber die Bedienung konnte sich daran nicht mehr erinnern, weil einfach zu viel los war).
Das Problem mit dem Wasser zog sich leider über den ganzen Tag. Zwischendurch ging es immer mal wieder für ein paar Minuten, dann war es wieder aus. Grundsätzlich verstehe ich, dass es aufgrund der abgeschiedenen Lage mit der Wasserversorgung schwierig sein kann. Aber wenn man soviel Geld pro Nacht verlangt wie diese Lodge, sollte man erwarten können, dass man zumindest Duschen kann. Zumal es in den anderen Zimmern keine Probleme mit dem Wasser gab…



























