07.11. + 08.11.2025 - Es geht loooos!

Ich fass es nicht. Heute geht es endlich los! Nach so langer Wartezeit ist es nun soweit: die Welt ruft! Ein Traum geht in Erfüllung! Nur fühlt es sich überhaupt nicht so an…

Der Tag begann nicht besonders spannend: Nach einem leckeren Frühstück musste der Koffer gepackt werden. Natürlich hatte ich es nicht geschafft, bis zu meiner Abreise aus Bietigheim alles fertig zu haben. Also musste ich nochmal ca. 3 Stunden ran, bis endlich alles fertig war. Dann bin ich mit meinen Eltern noch eine Runde spazieren gegangen, bevor wir Richtung Frankfurter Flughafen aufgebrochen sind. Dort angekommen haben wir uns die Zeit beim Italiener vertrieben, bis es vor der Passkontrolle endgültig hieß, Abschied zu nehmen. Noch ein letzter Winker, dann war ich alleine. Was für ein seltsames Gefühl, jetzt ein Jahr unterwegs zu sein und all meine Lieben so lange nicht wiederzusehen! Dazu kam noch die Aufregung: ich war unglaublich nervös, als ich am Gate saß und auf das Boarding wartete.

Die Airline hieß „Discover Airlines“. Was für ein passender Name für den Start auf eine solche Reise! Noch dazu hatte ich zum ersten Mal einen Platz in der Business Class gebucht - dank Miles & More. Durch das Meilensammeln brauchte ich nur die Steuern und Gebühren zu zahlen. Bei meinem Sitz  (3H) angekommen stellte ich fest, dass er schon belegt war - mit den Jacken und Taschen meiner Sitznachbarin. Ich wurde begrüßt mit den Worten „Sagen Sie nicht, sie wollen sich jetzt da hin setzen…“. Dann hat sie aber gnädiger Weise platz gemacht und ich konnte meine Sachen verstauen. Der Sitz war sehr bequem und ich hatte auf einem Flug noch nie so viel Beinfreiheit. :-)

Trotz dass ich den Sitz in eine richtige Liegeposition stellen konnte, habe ich aber mehr gedöst als geschlafen. Es war einfach zu laut und meine Sitznachbarin hat geschnarcht.

Der Flug ansich war aber sehr ruhig und wir sind nach 9h und 40 Min. pünktlich in Windhuk gelandet.

Die Einreise nach Namibia verlief grundsätzlich reibungslos. Am Zoll wurde zwar mein Koffer durchwühlt, aber es gab ja nichts zu finden. Dahinter wartete dann schon der Mitarbeiter der Mietwagen-Firma, der mich mit einem Schild in Empfang genommen hat. Zusammen mit ein paar Anderen wurde ich zur Mietwagen-Station gebracht.

Nach dem Papierkram wurde mir das Auto ausführlich gezeigt und alles erklärt: was ich mache, wenn ein Reifen platzt, wie ich die Luft aus den Reifen lasse (Teerstraße: 2 bar, Gravel Road: 1,8 bar), wie der Kompressor funktioniert, wie schnell ich wo fahren darf etc… Danach war mir ganz mulmig zumute. Mit diesem Auto sollte ich nun allein durch Afrika fahren? Tja, ich hab es ja nicht anders gewollt. Aber es machte einen hochwertigen und sicheren Eindruck. Hoffen wir mal, dass ich die ganzen Hilfsmittel nicht benötigen werde…

Dann bin ich im Linksverkehr zu meiner ersten Unterkunft gefahren. Sie lag mitten in Windhuk, der Hauptstadt Namibias. Das Zimmer war schon fertig und ich konnte gleich einchecken. Ich war sooo müde, dass ich mich am liebsten gleich ins Bett gelegt hätte. Aber das ging leider nicht, weil ich noch ein paar wichtige Dinge besorgen musste: 1. eine SIM-Karte für das Namibianische Netz  (eSIM gibts hier leider nicht) und 2. Wasser und Lebensmittel. Morgen ist Sonntag, deshalb wollte ich das alles heute noch erledigen. 

In der Mall angekommen bin ich gleich zu MTC, dem größten Netzanbieter hier im Land. Leider hatte ich aber meinen Reisepass nicht dabei - den hatte ich im Hotelsafe eingeschlossen. :-( Also bin ich wieder zurückgefahren und hab ihn geholt. Die Mitarbeiter des Ladens waren ultra-langsam. Obwohl nicht viele Kunden da waren, hat es ewig gedauert, bis ich die SIM-Karte endlich im Handy hatte. Anschließend war ich noch im Superspar und hab Wasser und ein bissle Süßkram gekauft. Dann ging’s zurück zum Hotel.

Gegessen hab ich nach dem Flugzeugessen nichts mehr, weil es meinem Bauch den ganzen Tag nicht gut ging. Das einzige Restaurant, was vom Hotel aus erreichbar war, hätte aber eh ab 18:00 Uhr zu gehabt. Da ich von dem Nachtflug und den ganzen Eindrücken total k.o. war, bin ich relativ früh ins Bett gegangen.

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