21.01. - 25.01.2026 / Peking

Mittwoch, 21.01.

Ich habe relativ lange geschlafen und war gegen 09:45 Uhr beim Frühstück. Die Auswahl war super und ich hab es mir schmecken lassen.

Dann bin ich aufs Zimmer und hab mich fertig gemacht. Ehe ich mich versah, war es kurz vor 12 und ich musste auschecken. Die Damen an der Rezeption meinte, ich könnte mich bis zu meinem Flug runter ins Café setzen. Den Koffer konnte ich bei den Herren an der Tür abgeben - sie würden darauf aufpassen.

Danach saß ich bis 17:30 Uhr im Café und hab an dieser Webseite gearbeitet. ;-)

Um 18:00 Uhr wurde ich pünktlich von meinem Uber abgeholt und zum Terminal 3 gebracht. Dort kam ich nur mit Pass und Handy ins Gebäude und konnte direkt bei Singapore-Airlines das Gepäck aufgeben. Die Sicherheitskontrolle war diesmal einfacher, weil ich wusste, dass ich alles elektronische aus den Rucksäcken rausnehmen musste. Und so saß ich schon um 19:15 Uhr am Gate 17 und wartete aufs Boarding.

Ich wollte mir wieder Wasser am Cola-Automaten kaufen und hab 2 Flaschen bestellt. Diesmal klappte es aber leider nicht, weil der QR-Code nur zu WhatsApp oder Amazon führte und ich damit keine Möglichkeit hatte, das Wasser zu bezahlen. Nachdem ich es bei 2 Automaten versucht hatte, bin ich durch das Terminal geschlendert und hab ein Geschäft gesucht, wo ich Wasser kaufen kann. Leider hab ich nichts gefunden. Dafür aber ein Schild Richtung McDonalds - das musste ich mir anschauen. Bin mit der Rolltreppe nach oben gefahren und hab erstmal bei einem der Restaurants Wasser gekauft. Die Schweppes-Flasche mit Wasser hat 90 INR gekostet - also das 10-fache vom Automaten! Aber 0,90 € sind gerade noch verkraftbar, finde ich. ;-) Bei McDonalds gab es lustige Sachen, wie z.B. den Maharaja Mac (ein BigMac mit Hähnchen-Patties). Ich hab mir aber nur einen McChicken bestellt, weil ich vermeiden wollte, dass ich wegen der scharfen Soße Magenprobleme bekomme. Leider hat er nicht besonders geschmeckt. Das Fleisch war von minderer Qualität und das Fett (oder der Salat) ist mir garnicht gut bekommen. Danach grummelte es in meinem Bauch - hätt ich besser die Finger von lassen sollen.

Das Boarding für den A380 begann relativ spät und wir sind auch etwas später als geplant gegen 22 Uhr gestartet. Das Flugzeugessen war auch nicht so mein Fall und hat das Grummeln im Magen nur verstärkt.

An Schlaf war auch nicht zu denken, weil der Flug nach Singapur nur 5 Stunden dauerte.


Donnerstag, 22.01.

Um kurz nach 06:00 Uhr sind wir in Singapur gelandet und ich war sofort im richtigen Terminal (T3). Man konnte direkt bis vor das Gate (B10) für den Weiterflug nach Peking gehen, ohne durch irgendwelche Kontrollen zu müssen. Dort hab ich dann gewartet, bis man um 07:35 Uhr durch eine kurze Sicherheitskontrolle zum Gate gehen konnte.

Das Boarding war gegen 08:15 Uhr und ich hatte einen tollen Platz am Gang. Leider stieg nach mir eine Schulklasse ein - und dreimal darfst Du raten, wer mittendrin saß… :-) Die Kinder waren während des Fluges aber total ruhig - die meisten schliefen oder zockten auf ihrem Handy. Ich war unglaublich müde, bin aber nur zwischendrin ein paar Mal eingenickt. Richtig geschlafen hab ich nicht. 

Obwohl wir 20 Minuten verspätet losgeflogen sind, sind wir 20 Minuten früher als geplant gegen 14:30 Uhr in Peking angekommen. Nach dem ich aus dem Flugzeug raus gegangen war, sah ich, dass man eine Arrival-Card ausfüllen musste. Beim Auswärtigen Amt hatte auf der Webseite davon nichts gestanden… Zum Glück hatten sie Automaten aufgestellt, an denen man das Ding ausfüllen konnte. Das hab ich fleißig gemacht. Dann waren diverse Schlangen und irgendwann stand ich vor dem Einreisebeamten. Jetzt kam es drauf an. Aber der schaute sich die Angaben nur kurz an, hat noch ein paar Fragen gestellt und dann den Einreisestempel in den Pass gedrückt - fertig. Dann war ich drin. Ich konnte es kaum glauben - ich bin in China! Ganz ohne Visum!

Nachdem ich mein Gepäck geholt hatte, musste ich erst nochmal auf die Toilette. Mein Magen hatte sich immer noch nicht beruhigt. Dann bin ich durch den grünen Ausgang raus und habe Geld geholt.

Danach wollte ich mir ein 'Didi' bestellen, das chinesische Pendant zu Uber. In der App hab wurde der Abholpunkt angezeigt, also bin ich der Beschreibung gefolgt und war dann auf der Ebene B2 im Parkhaus. Dort war die Didi-Zentrale des Flughafens. Da hab ich dann die Fahrt bestellt und sollte ein High End Premium Fahrzeug bekommen. Blöd war nur, dass mir nicht angezeigt wurde, wo das Auto stand. Plötzlich rief der Fahrer an - natürlich auf chinesisch. Er wollte mir sagen, wo er war. Da kam gerade ein Parkaufseher vorbei gegangen. Den hab ich gefragt, ob er mir helfen könne, und er nahm mein Handy und redete mit dem Fahrer. Dann meinte er, ich solle ihm folgen, und ging in die gleiche Richtung, aus der ich gekommen war. Oben an der Rolltreppe auf B1 stand dann zum Glück der Fahrer und nahm mein Gepäck entgegen. Für nur 99 RMB (umgerechnet 12,50 €) brachte er mich zu meinem Hotel - in einem schwarzen, sehr schicken Toyota. Auf Didi ist Verlass: man konnte in der App genau die Strecke und das Auto verfolgen.

Im Hotel Park Plaza Beijing Wangfujing konnte ich problemlos einchecken und hab ein tolles Zimmer im 7. Stock erhalten (716). Da hab mich erstmal eine Weile ausgeruht.

Danach wollte ich etwas zu Abend essen. Ich habe im 2. Stock bei den Restaurants geschaut, aber da war niemand. Also bin ich runter und hab den Concierge gefragt - der kann Englisch. Er meinte, ja, es gibt Restaurants im Hotel, aber die seien alle schon geschlossen. Ich könne entweder rausgehen oder über eine App etwas ins Hotel liefern lassen. Ich fragte ihn, wie ich das machen solle, und er meinte, dass ich mir gern auf seinem Handy etwas aussuchen könnte und er würde es dann für mich bestellen und auf mein Zimmer liefern lassen. Hab mich dann für eine Salami-Pizza von Dominos entschieden.

Dann bin ich wieder hoch aufs Zimmer und hab gewartet, bis es klingelte. Ein Roboter mit Panda-Gesicht stand vor der Tür und als ich auf das Display drückte, öffnete sich die Klappe und die Pizza kam zum Vorschein. 

Danach hab ich noch die Zähne geputzt und bin direkt ins Bett gegangen. Konnte kaum noch die Augen auf halten.

 

Freitag, 23.01.

Die Nacht war gut. Das Bett war erstaunlich bequem und ich glaub, ich hab ganze 12 Stunden geschlafen…

Nachdem ich mich fertig gemacht hatte, bin ich gegen 09:20 Uhr zum Frühstück gegangen, welches bis 10 Uhr angeboten wird. Die Auswahl war interessant: man hätte sich eine frisch zubereitete Nudelsuppe machen lassen können. Außerdem gab es gebratenen Reis, Spaghetti mit Tomatensoße, irgendwelche gedämpften Teigtaschen und verschiedene Sorten Bohnenmus. Aber es gab auch Käse, Wurst und Spiegeleier, Obst, eine Joghurtmaschine und Waffelecken. Nachdem ich fertig war mit Essen, hab ich auch die Toasts gefunden. ;-)

Dann bin ich zurück aufs Zimmer und ins Bad. Um 10:40 Uhr hab ich das Hotel verlassen und hab erstmal den Concierge nach einem Stadtplan gefragt. Den hab ich auch bekommen und er hat mir verschiedene Sachen eingezeichnet, u.a. die verbotene Stadt, wo ich heute hin wollte. Dann hat er mir beschrieben, wie ich die U-Bahn finde und ich zog los. Echt schwierig, einen U-Bahn-Eingang zu finden, wenn man nichts lesen kann und nicht weiß, wonach man sucht. Dann hab ich es aber geschafft und bin rein gegangen. Unten angekommen stand ich vor dem nächsten Problem: Tickets gab es nur am Automaten, und der war auf chinesisch. Aber ich hab schnell den Knopf für Englisch gefunden. Dann hab ich aber erstmal jemanden vorgelassen und zugeschaut: man geht auf Sale und wählt die Linie aus, mit der man an sein Ziel gelangen will. Dann muss das Ziel selbst angeklickt werden und nachdem man bezahlt hat, kommt eine Karte als Fahrschein unten raus. Für 3 Haltestellen mit einmal umsteigen brauchte ich nur 3 RMB (= 0,37 €) zu bezahlen.

Mit der Karte bin ich dann zumindest durch die Schranke gekommen, aber dann stand ich vor dem nächsten Problem: ein rotes Bahn-Schild zeigte nach rechts und ein Braunes nach links. Wo war denn dann der Weg, den ich gehen musste, um zum richtigen Gleis zu kommen? Also frage ich die nächsten Leute, die durch die Schranke gingen: Eltern mit 2 Kindern, beide im jugendlichen Alter. Aber keiner sprach Englisch! Sie haben dann versucht, eine Übersetzungsapp zu finden, aber auch das war schwierig. Da hab ich mich bedankt und sie sind weitergegangen. Ich bin dann einfach eine der Treppen runter gegangen und ab da war es wieder gut beschildert. Auch das Umsteigen in Dongdan hat gut geklappt und am Tianmen-Platz bin ich rauf Richtung Ausgang. Als ich durch die Schranke durch war, bemerkte ich, dass es Megafon-Durchsagen auf Chinesisch gab. Hab mir nichts bei gedacht und hab mich in der Schlange angestellt. Als ich dann weiter nach vorn gerückt war, merkte ich, dass alle ihre Ausweise hervor holten. Und wo lag meiner? Natürlich sicher im Hotelsafe. :-( Ich hatte noch irgendwo gelesen, dass man sich in Peking nicht ohne Pass bewegen sollte, aber natürlich hatte ich ihn vergessen.

Also bin ich schnell mit meiner Kreditkarte durch die Schranke zurück zum Gleis und bin wieder zum Hotel zurückgefahren. Dort angekommen hab ich den Pass eingepackt und war noch auf der Toilette. Dann beschloss ich, erstmal zur Wangfujing-Straße zu laufen und meine Einkäufe zu erledigen. Ich brauchte Handschuhe für morgen, denn es sollte auf der Mauer ziemlich kalt werden. Die Straße war schnell erreicht und ich hab die Läden abgeklappert, die ich kannte. Nichts. Dann bin ich ins amp - einer Mall direkt an der Einkaufsstraße, die mehrere Stockwerke hat. Ich wollte keine Zeit verlieren und hab an der Information gefragt. Aber auch da konnte keiner Englisch. Immerhin hatten sie aber ein Gerät, in das man reinsprechen konnte und was dann die Sprache übersetzt hat. Dann haben sie mich in den vierten Stock geschickt zu einem Laden, der MINI-SO heißt. Dort hab ich erst nichts gefunden und weiterhelfen wollte mir auch niemand. Dann stand ich aber durch Zufall davor und dachte, das sei ein Scherz, war es aber nicht: Es gab nur Kinder- und Frauen-Modehandschuhe. Also nichts, was wirklich für den Winter geeignet ist.

Dann bin ich raus aus dem amp, weil ich auch keine Erfolge bei anderen Läden hatte. Unten war ein Plakat von einer Modefirma mit einem Bild, wo jemand Handschuhe an hatte. Das hab ich fotografiert und hab dann den Laden der Firma gesucht. Dort hatten sie Handschuhe, aber keine in meiner Größe. Nach ein paar weiteren Läden wollte ich dann schon aufgeben, als eine nette Frau mir chinesische Zeichen auf ein Blatt malte und meinte, in diesem Laden würde es Handschuhe geben. Echt? Und wie sollte ich diesen Laden bloß finden? Ich bin in die Richtung gegangen, in die die Frau zeigte und hatte irgendwie mehr Glück als Verstand: ich hab den Laden tatsächlich gefunden! Die Frau darin konnte auch ein bisschen Englisch und hat mir gleich die richtigen Handschuhe in der richtigen Größe präsentiert. Und das Ganze für 79 ¥ (= 9,60 €). Jetzt kann es morgen kalt werden wie es will - ich hab Handschuhe! :-)

Danach hab ich noch eine Bäckerei gesucht, die bei Google Maps gelistet war, aber natürlich war sie nicht auffindbar. Die Karten sind weder aktuell noch sind die Standorte der Läden richtig. Super schwer, sich da zurecht zu finden.

Dann hab ich auf die Uhr geschaut und gesehen, dass es erst kurz nach 14:00 Uhr war! Da hab ich beschlossen, doch nochmal einen Versuch mit der verbotenen Stadt zu machen. Also bin ich mit der Bahn wieder zum Tianmen-Platz und dank meinem Pass bin ich gut durch die Kontrolle durchgekommen. Doch als ich draußen war, wimmelte es überall von Absperrungen und Polizei. Man sollte sich in eine Reihe stellen. Als ich vorne ankam, reichte allerdings mein Pass nicht aus. Er wollte zusätzlich ein Ticket sehen. Wie? Was denn für ein Ticket? Um auf den Platz zu kommen, braucht man ein kostenloses Ticket, was man online reservieren muss. Ich könnte die Reservierung über die App 'WeChat' machen oder im Hotel jemanden fragen, der mir hilft. Bei WeChat war alles auf Chinesisch und die Übersetzung funktionierte nicht so gut. Andere hatten das selbe Problem und keiner wusste, wie es geht. Also bin ich wieder zurück zum Hotel gefahren und bin erstmal zu McDonalds, um was zu essen. Der Chickenburger war von schlechter Qualität, aber die Nuggets und die Pommes waren gut. Als Soße gab es nur Ketchup und süß-sauer. Dann war ich auf dem Rückweg noch in einem 7-Eleven, Nervennahrung besorgen.

Zurück im Hotel hab ich den Concierge um Hilfe für den Tianmen-Platz gebeten. Er wusste gleich, was zu tun ist, und hat mir für Sonntag auf seinem Handy den Eintritt reserviert. Ich sollte ein Foto davon machen - mein Pass sei dann das Ticket. Ok, danach war ich völlig k.o. und hab den Abend auf dem Zimmer verbracht.

 

Samstag, 24.01.

Heute ist der Tag der Tage: ich werde endlich die chinesische Mauer sehen! :-)

Der Tag begann sehr früh: nach einem kurzen Frühstück wurde ich um 07:00 Uhr in der Lobby von Jonny abgeholt, meinem 'English Speaking Guide', den ich aufgrund einer Influenzer-Empfehlung angefragt und gebucht hatte. Mit seinem Buick sind wir zum Mutianyu Great Wall-Abschnitt gefahren, was ca. 1,5h gedauert hat. Dort angekommen war strahlend blauer Himmel, aber es war sehr kalt: - 12 Grad waren es, als wir vom Auto losgelaufen sind. Jonny hatte alles gut organisiert und wir konnten gleich mit der Seilbahn nach oben fahren.

Und dann waren wir oben. Es war ein unbeschreiblich tolles Gefühl, auf diesem alten Bauwerk zu stehen, es anfassen zu können und darauf rumlaufen zu können. Die Mauer fasziniert mich schon so lange und jetzt bin ich tatsächlich hier! Am Rande lag noch ein bisschen Schnee, aber ich war gut eingepackt mit meinen 2 Jacken, dem Schal und der Wintermütze. Jonny hat zwischendurch immer wieder etwas zur Mauer erklärt. Leider war sein Englisch aber weniger gut als ich es bei dem Preis erwartet hätte. Er hat die Erklärungen immer auf Mandarin in sein Handy gesprochen und hat das Handy dann erzählen lassen. ;-) Aber die Geschichten waren informativ und interessant. Und die Ausblicke waren gigantisch. Auf jeder Seite erstreckte sich die Mauer bis zum Horizont.

Nachdem wir ca. 2h auf der Mauer rumgelaufen und den ganzen Abschnitt besichtigt hatten, sind wir mit der Seilbahn wieder runter gefahren. Ganz schön steil, aber wir sind gut unten angekommen. Dann sind wir zurück zum Auto gelaufen und sind zu einem Restaurant gefahren, was Jonny kannte. Dort war der Teller, die Schüssel, das Glas und der Löffel in Plastik eingeschweißt, aber Jonny hat trotzdem noch um eine Schüssel mit heißem Wasser gebeten, wo er die Sachen dann nochmal desinfizieren konnte. Sehr vertrauenserweckend… ;-)

Dann hat er für uns bestellt: es gab Tofu in Sojasoße, Kartoffeln, die nach Zwiebeln schmeckten ("What's that?" - "Tomato! Äh, Potato. Sorry! ;-)"), Frühlingszwiebeln in frittiertem Teig und eine kleine Schüssel trockenen Reis. Ich kann stolz sagen, dass ich alles probiert hab! Aber geschmeckt hats so naja… Zum Glück hatte ich eine Sprite, um es runter zu spülen. ;-)

Danach sind wir weitergefahren zum Badaling-Abschnitt. Die Fahrt führte durch die Berge und das Hinterland und dauerte fast 2h. Um Viertel vor 2 waren wir da und sind mit der Cable Car nach oben gefahren. Dieser Abschnitt der Mauer ist bei den Chinesen sehr beliebt, weil Mao mal gesagt hat, dass ein Mann erst ein richtiger Mann ist, wenn er auf der Mauer war. Demnach bin ich also jetzt auch ein richtiger Mann. ;-)  Dieser Spruch stand auf jeden Fall überall und die männlichen Chinesen ließen sich davor fotografieren - sozusagen als Beweis. Der Abschnitt ansich war aber wieder sehr beeindruckend. Man konnte ziemlich weit schauen und hatte von vielen Stellen einen umwerfenden Blick. Und immer noch war keine einzige Wolke am Himmel! Mann, hatte ich ein Glück.

Wir sind am weniger besuchten Ende des Abschnitts gestartet und sind dann die Mauer entlang bis zum Haupteingang gegangen. Echt interessant, dass die Stufen alle unterschiedlich hoch waren und die Wachtürme sich ein bisschen von denen bei dem anderen Abschnitt unterschieden. Zum Glück ging der Weg meistens bergab, weil manche Teile so steil waren, dass die Leute sie nur auf allen Vieren hochkraxeln konnten.

Gegen 16 Uhr waren wir wieder am Auto und Jonny hat mich zurück zum Hotel gefahren, was auch wieder ca. 2h gedauert hat, weil viel Verkehr war. Gegen 18 Uhr haben wir vor dem Hotel gehalten und ich hab ihm die Tour in bar bezahlt (2.300 RMB, umgerechnet ca. 280 € - viel Geld, aber der Tag war auch einfach perfekt!). Beim reingehen ins Hotel habe ich über den Concierge wieder eine Pizza bei Pizza Hut bestellen lassen. Um 18:30 Uhr klingelte der Panda-Roboter an der Tür und brachte mir die Salami-Pizza. Danach war ich total k.o. und bin relativ früh ins Bett gegangen.

 

Sonntag, 25.01.

Die Nacht war gut und ich bin um kurz vor 9 zum Frühstück aufgebrochen. Das war wieder sehr ausgefallen, aber ich hab tatsächlich den Pfannkuchen mit den Frühlingszwiebeln entdeckt, den der Guide gestern zum Mittagessen bestellt hatte. Nachdem ich ein paar Sachen gegessen und mich fertig gemacht hatte, bin ich mit der Bahn zum Tianmen-Platz gefahren. Dort waren unfassbar viele Menschen. Um 10:20 Uhr bin ich angekommen und hab mich angestellt. Es war eiskalt und es dauerte ewig, trotz der Anmeldung, die ich vor 2 Tagen hab machen lassen. 

1,5h später war ich dann endlich auf dem Tianmen-Platz. Die Kontrollen waren der Wahnsinn - gründlicher als am Flughafen! Sogar das Handy musste aus der Hülle genommen werden. 

Den Tianmen-Platz wollte ich mir später anschauen. Erst ich hab mich rechts gehalten und bin auf die Verbotene Stadt zugegangen. Nachdem ich durch das berühmte Tor gegangen war hab ich festgestellt, dass man für den Einlass ein Ticket kaufen muss. Zum Glück war am Schalter für die 'Foreigners' nichts los und man hat mir tatsächlich ein Ticket verkauft. Dann wurde man erneut gefilzt und dann war ich endlich in der verbotenen Stadt.

Es war interessant, durch die einzelnen Plätze zu gehen und die Gebäude zu sehen. Obwohl ich mir den Plan am Eingang abfotografiert hatte, bin ich planlos durch das Gelände gelaufen. Man konnte kaum was lesen und erklärt hat einem schon erst recht niemand etwas. Um kurz vor 2 hab ich dann beschlossen, dass es definitiv zu kalt ist und ich mir den Tianmen-Platz anschauen wollte. Nur leider kam man durch das Tor nicht wieder zurück, sondern musste einen anderen Ausgang nehmen. Ich hab extra nochmal gefragt, aber es gab keinen Rückweg. Kurze Zeit später stand ich dann am östlichen Ausgang der verbotenen Stadt und war komplett draußen. Auch um die Mauern rumzugehen brachte nichts - man ließ mich nicht mehr rein. Und Lust darauf, mich wieder hinten in der Schlange anzustellen, um dann zu erfahren, dass meine Zugangszeit bereits abgelaufen war, hatte ich auch nicht.

Also bin ich zurück zur Bahn und damit in die Nähe des Himmelstempels gefahren. Gegen 15:20 Uhr war ich angekommen und hab mir an der Kasse ein Ticket gekauft. Damit kam ich problemlos auf das Gelände. Der Himmelstempel ist umgeben von einem großen Areal, was schön angelegt war. Wäre es nicht so kalt gewesen, hätte ich mich dort gern länger aufgehalten. Immerhin hatte man so die Möglichkeit, den Menschenmassen aus dem Weg zu gehen. Der Himmelstempel ansich war echt schön und definitiv einen Besuch wert! Er diente wohl früher dazu, dass man für eine gute Ernte beten konnte.

Nachdem ich fertig war, bin ich mit der Bahn zurück zum Hotel gefahren und hab mir bei McDonalds ein Menü gegönnt. Ich war froh, als ich wieder auf dem Zimmer war.

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