17./18.11.2025 - Sandwich Harbour & The Little Five
Die Nacht im separierten Zimmer war richtig gut. Kein Ungeziefer weit und breit. :-)
Gegen 11:20 Uhr wurde ich zusammen mit einem französischen Pärchen zu unserem ersten Ausflug abgeholt. Ich hatte von Deutschland aus bereits die Tour zum Sandwich Harbour gebucht und zusammen mit unserem Guide Reinold ging es erstmal Richtung Walvis Bay. Auf dem Weg habe ich mein erstes Township gesehen. Die armen Menschen, die da in den Wellblechhütten leben müssen, tun mir echt leid.
Bei einem kurzen Toilettenstop kam noch ein anderes Auto dazu, worin ein Schweizer Pärchen mit ihrem Guide Janni saßen. Zusammen wurde uns zuerst eine Salzfabrik gezeigt, in der Salz aus dem Meer gewonnen wird und nach Übersee verschifft wird (90 % für Industriebedarf, 10 % zum Essen). Dann ging es mit dem Auto an den Strand. Die Besonderheit ist, dass hier die Dünen kilometerlang direkt auf das Meer treffen. Wenn es der Wasserstand zulässt, kann man mit dem Auto am Strand entlang fahren. Wenn nicht, geht es quer durch die Dünen. Unser Fahrer war sehr gut und hat das Auto sicher durch den Sand gesteuert. Obwohl ich normalerweise schnell „seekrank“ werde, hat mir das Rauf und Runter in den Dünen nichts ausgemacht. Manchmal war die Abfahrt sehr steil, und die Dünen wurden von Mal zu Mal immer höher. Zwischendurch gab es tolle Fotostopps, bis wir irgendwann am Sandwich Harbour angekommen sind. Dort gab es am Strand ein Picknick: Vegetarische Wraps, Rinderstreifen, Quiche, Hähnchen und Oryx-Bällchen wurden auf einem Klapptisch zusammen mit Champagner serviert. Für mich gab es einen Mangosaft und außer dem Rind hab ich alles probiert - war wirklich lecker! Danach ging es rauf auf eine hohe Düne, wo man einen tollen Ausblick auf die Bucht hatte.
Nach ein paar weiteren Aussichtspunkten ging es zurück nach Swakopmund, wo wir gegen 18:30 Uhr wieder am Guesthouse abgesetzt wurden. Dieser Ausflug war ein echtes Highlight!
Dann hab ich schnell geduscht (um den Sand loszuwerden, der überall klebte), damit ich vor Einbruch der Dunkelheit noch in einem Restaurant ankomme. Man sollte sich im Dunkeln nämlich hier nicht alleine durch die Straßen bewegen. Da es aber schon so spät war, hatte ich keine andere Wahl. Das Restaurant hieß „Ankerplatz“ und hatte wieder viele deutsche Gerichte auf der Karte. Aber der Service war gut und schnell, sodass ich in der Dämmerung noch zum Guesthouse zurück gehen konnte.
Am nächsten Tag ging es schon um 07:20 Uhr zum Frühstück, weil ich um 8 Uhr zum nächsten Ausflug abgeholt wurde. Diesmal standen die „Little Five“ auf dem Programm (in Anlehnung an die Big Five, die viele Leute sonst in Afrika immer suchen). Als der Guide Andrew mich abholte, war das Auto bereits voller Gäste. Eine bunte Mischung aus Europa: Polen, Schweden, Iren und die 2 Briten, die ich schon bei einem Ausflug in der Lodge in der Kalahari dabei hatte. So klein ist dieses Land. :-)
Dann sind wir zu unserem ersten Stop gefahren und haben ein anderes Auto getroffen. In diesem Auto war die Chamäleon-Reisegruppe, die ich schon am Gate am Flughafen in Frankfurt gesehen hatte. Echt interessant, dass man hier immer wieder die gleichen Leute wiedertrifft! ;-)
Ihr Guide Johannes war ein Deutscher und hat ausführlich erklärt, während Andrew die Umgebung erkundete und die Tiere gesucht hat. Gefunden hat er einen Gecko, eine Schlange, eine Art Blindschleiche und ein Chamäleon. Total faszinierend! Am Toilettenstop kam dann noch ein Vogel dazu - somit waren es 5:
Dort gab es wieder ein paar Snacks (Nüsse und Kitkat) sowie Softdrinks. Nach der Pause ging es durch die Dünen zu 2 Aussichtspunkten, wo Johannes die Beschaffenheit des Dünensandes erklärte. Er hatte einen Magnet dabei, an den sich sofort die schwarzen Teilchen im Sand hefteten, wenn man damit über den Sand streifte. Das war Eisen. Der Rest hab ich mir leider nicht behalten. Der gesamte Sand stammt aber aus Südafrika und wird vom Oranje-Fluss ins Meer gespült. Anschließend treibt ein Strom die Teilchen nordwärts und spült sie an den Strand. Mit dem Wind gelangen sie dann ins Inland, wo sich Dünen bilden.
Gegen 12:30 Uhr war die Tour dann leider schon wieder vorbei. Den Rest des Tages hab ich mich ausgeruht, weil morgen wieder eine lange Strecke mit dem Auto ansteht.


























