29.01. - 31.01.2026 / Chengdu
Donnerstag, 29.01.
Die Nacht war ok, aber die Erkältung war morgens leider immer noch präsent. Das Frühstück war unspektakulär, weil ich wieder nichts schmecken konnte. Im Laufe des Morgens hatte mir dann die Airline geschrieben, dass sie aufgrund des schlechten Wetters den Flug von 15:05 Uhr auf 16:20 Uhr verschoben hat. Ich hatte also keinen Zeitdruck - CheckOut war erst um 12:00 Uhr. Also hab ich mir Zeit gelassen und bin erst kurz nach 11 Uhr runter und hab problemlos ausgecheckt.
Das bestellte Didi kam und brachte mich gut zurück zum Flughafen. In der Email der Airline China Southern stand, dass ich zum Terminal 3 muss. Das hatte ich auch als Ziel in der App angegeben. Als ich in das Gebäude ging, kam es mir aber seltsam vor, dass mein Flug nirgendwo angeschrieben war. Nach einem kurzen Toilettenstop bin ich zu einem Service Center und hab gefragt. Die Dame meinte, ich müsse zum Terminal 5. Wie jetzt? Und wie soll ich da hinkommen? Sie nahm mich mit und zeigte mir die richtige Information. Dort erhielt ich wieder die selbe Auskunft, allerdings auch eine Wegbeschreibung zum T5: den Aufzug runter und zum Ausgang 316 raus, dann den Shuttlebus nehmen und der bringt mich dann dahin. Aha. Wie toll, dass ich mit samt dem Gepäck nun umsonst durchs ganze T3 gelaufen bin und jetzt nochmal raus in die Kälte muss mit meinem Schnupfen.
Der Bus stand aber schon bereit und brachte mich innerhalb von 20 Minuten zum Terminal 5. Dort war dann auch mein Flug angeschrieben. Zur Gepäckaufgabe musste ich zum Bereich L. Als ich dort ankam, nahm mir eine Frau meinen Pass aus der Hand und bediente das Self-Check-In-Gerät. Dann meinte sie, mein Koffer sei zu schwer. Ja, das wusste ich bereits: es waren nur 20 kg inkludiert, aber online konnte ich keine zusätzlichen Kilos dazubuchen, weil man dafür eine chinesische Kreditkarte benötigt hätte. Sie meinte, ich sollte zu L31 gehen. Dort lief dann in etwa die gleiche Nummer ab: der Koffer ist zu schwer. Ja, ich möchte bezahlen. Wo kann ich das? Sie gab mir einen Zettel, wo sie die Kilos notiert hatte, und meinte, es würde 60 RMB (= 7,20 €) kosten. Ok, das war ja gerade noch verkraftbar. Zum Bezahlen musste ich aber zu einer anderen Dame, der mich die erste Dame schon durch zurufen angekündigt hatte. Trotzdem starrte sie weiter auf ihr Handy, als ich ihr den Zettel geben wollte. Erst, als ich sie ansprach, schaute sie hoch und fing dann an, alles zu prüfen und in den Computer einzugeben. Dann meinte sie, es würde 60 RMB kosten - obwohl ich die bereits in bar in der Hand hatte und ihr seit 5 Min. entgegen streckte. Dann nahm sie ein Formular mit 2-fach Durchschlag und legte es in einen altmodischen Drucker ein. Einen der Durchschläge hab ich dann in die Hand bekommen, damit ich damit wieder zur vorherigen Dame an L31 zurück gehen konnte und ihr damit quittieren konnte, dass ich tatsächlich das Geld bezahlt hab. Erst dann hab ich endlich mein Ticket bekommen.
Die Sicherheitskontrolle hat wieder meinen halben Rucksack ausgeräumt, aber das bin ich ja nun von Indien schon gewohnt. Die neue Powerbank durfte aber mitfliegen! :-)
Als ich am Gate saß, hatte ich noch über 2 Stunden bis zum Abflug Zeit und konnte mich ein bisschen erholen. Das Boarding startete pünktlich und ich durfte ins Flugzeug einsteigen. Unter einem Premium Economy-Platz hatte ich mir allerdings etwas anderes vorgestellt: der Sitz sah aus wie alle anderen auch. Vermutlich hatte er ein paar Zentimeter mehr Beinfreiheit und der Nebenplatz blieb frei - immerhin etwas. Dann hoben wir ab und der ganze Flug hatte viele Turbulenzen. Nur einmal schaffen es die Stewardessen, mit einem Wagen durchzugehen und drückten mir ein kleinen Tetra-Pak mit einem Getränk in die Hand. Wie jetzt - das wars? Ja, mehr gabs nicht. Leider konnte man von außen nicht lesen, um was für ein Getränk es sich handelte. Also machte ich es auf und stellte fest, dass es gezuckerter Schwarztee war. Es war - trotz dass ich kaum was schmecke - so eklig, dass ich es nicht austrinken konnte. Nur kam auch niemand mehr durch den Gang um den Müll einzusammeln. Nach der Landung, die zum Glück gut war, hab ich das halbvolle Ding dann auf den Sitz gestellt und bin gegangen.
Nachdem ich meinen Koffer abgeholt hatte, hab ich wieder ein Didi bestellt. Der Fahrer brachte mich gut und sicher zum Sheraton Chengdu Lido Hotel, in dem ich die nächsten 2 Nächte bleiben werde. Der Check-In verlief schnell und ich bekam ein Zimmer in der 27. Etage. Wow - was für ein Ausblick!
Da ich zu müde war, um irgendwo was essen zu gehen, hab ich mir was beim Zimmerservice bestellt: Dandan Noodles, Frühlingsrollen und eine Pizza Salami - ich hatte ja den ganzen Tag außer dem Frühstück nichts gegessen! Gekostet hat alles zusammen nur 118 RMB (= 14,20 €). Dafür kann man das mal machen, finde ich… Und was soll ich sagen? Die Nudeln waren am leckersten! Die Soße bestand zwar nur aus Chili-Öl, Knoblauch, Erdnüssen und ein paar Kräutern und war extrem scharf, aber als sich die Nudeln vollgesogen hatten, war es unfassbar lecker. Hoffentlich verträgt mein Magen das gut.
Freitag, 30.01.
Die Nacht war ok. Das Kissen war irgendwie zu dünn und der Lärm der Straße drang durch die geschlossenen Scheiben, aber ich bin glaub nur 3 Mal wach gewesen. Morgens dachte ich, es hätte jemand geklingelt - vor der Tür stand aber niemand.
Um kurz nach 8 bin ich dann zum Frühstück gegangen. Das Restaurant war im zweiten Stock und es dauerte ein bisschen, bis auf Aufzug kam. Unten angekommen wusste ich auch warum: das Restaurant war voller Menschen, die alle eifrig am Frühstücken waren. Wenn am Frühstückstisch plötzlich nur noch Stäbchen liegen und man sich das Besteck vom Buffet selbst zusammen suchen muss, weiß man: jetzt ist man wirklich in Asien angekommen. ;-) Es gab aber zum Glück auch genug westliches Essen, sodass ich was gefunden hab.
Nachdem ich mich auf dem Zimmer fertig gemacht hatte, habe ich mir ein Didi bestellt und bin zur „Chengdu Research Base of Giant Panda Breeding“ gefahren. Ich musste mich zwischen dem West- und dem Südeingang entscheiden und hab mich für Süden entschieden, da es den wohl schon länger gibt als den anderen. Das dachten sich wohl viele andere auch: es war sehr viel Verkehr und die letzten Meter zogen sich wie Kaugummi. Dann musste ich am Parkplatz aussteigen und den Weg bis zum Eingang laufen, weil die Straße bis dahin gesperrt war. Dort angekommen waren wieder viele ‚Guides‘ unterwegs, die ihre Dienste anboten. Doch diesmal bin ich standhaft geblieben und hab alle abgewimmelt. Ich wollte mir schließlich ganz viel Zeit lassen und nicht durch den Park hetzen. Nach ein bisschen suchen hatte ich auch das Ticket-Office gefunden und es war gerade niemand in der Schlange. Und siehe da: es war garkein Problem, das Ticket vor Ort zu kaufen. Ich hab meinen Pass gezeigt und musste 55 RMB bezahlen - das wars. Dann bin ich mit dem QR-Code durch den Foreigner-Eingang rein, wo ebenfalls kaum was los war, und schon war ich drin.
Am Anfang hab ich erstmal einen Plan abfotografiert, damit ich mich orientieren konnte und dann bin ich drauf los gelaufen. Obwohl die einzelnen Bereiche ‚houses‘ genannt wurden, waren es Außengehege und es dauert nicht lange, bis ich dem ersten Panda beim Frühstücken zuschauen konnte. Viele Gehege waren allerdings leer und einige Teilbereiche des Parks waren wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Das Highlight waren die kleinen Pandas, die auf Bäume oder Stämme kletterten. Die sahen soooo süß aus!
Insgesamt habe ich gute 5 Stunden in dem Park verbracht. Er war flächenmäßig ziemlich groß, aber es gab auch Bereiche, in denen weniger zu sehen war als in anderen. Insgesamt hätte ich mir mehr über die Entstehung der Pandas und deren Aufzucht gewünscht. Das gab es zwar auf Infotafeln zu sehen, aber so richtig kleine Baby-Pandas zu sehen wär natürlich noch besser gewesen.
Ich bin dann zum West-Eingang wieder rausgegangen und hab mir ein Didi bestellt. Gegen 16:45 Uhr war ich wieder im Hotel und hab den Abend mit Tagebuch schreiben verbracht.
Samstag, 31.01.
Die Nacht war ok und das Frühstück war wieder interessant. Danach bin ich aufs Zimmer, hab mich fertig gemacht und gepackt. Denn heute darf ich endlich dieses Land wieder verlassen! :-) Nach dem Auschecken hab ich mir ein Didi bestellt und bin um ca. 10:30 Uhr abgeholt worden. Die Fahrt dauerte etwas länger als eine Stunde, aber ich bin gut am Flughafen angekommen. Der Check-In und die Sicherheitskontrolle haben gut funktioniert und irgendwann hatte ich tatsächlich den Ausreisestempel im Pass. Dann habe ich mir einen ruhigen Platz gesucht und auf das Boarding gewartet.
Der Flug mit Thai Airways startete gegen 15 Uhr und ich hatte eine nette Frau neben mir sitzen. Gegen 17:20 Uhr landeten wir sicher in Bangkok.
Für Thailand war eine Arrival Card notwendig, die ich im Vorfeld vorher online ausgefüllt hatte. Mein Hotel bot einen Shuttle-Service an und nachdem ich mein Gepäck hatte, ging ich zum Abholpunkt. Leider war dort so viel los, dass die Menschen und die Autos jeweils in mehreren Reihen standen und versucht haben, zueinander zu finden. Es war garnicht so leicht, da die Ruhe zu behalten, zumal ich nur Fotos von dem Bus hatte, den ich suchte und keine genaue Stelle, wo er hinkommen sollte. Er sollte stündlich fahren, aber als die Abfahrtzeit kam, war von dem Bus nichts zu sehen. Aber ich hab mich nicht entmutigen lassen und noch eine Weile gewartet. Als ich gerade wieder gehen und mir ein Grab rufen wollte, sah ich den Bus und stürmte auf ihn zu. Der Fahrer wirkte überrascht, hielt aber an und half mir, das Gepäck einzuladen. Da kam dann auch noch eine Frau und wollte meine Buchungsbestätigung sehen. Toll! Hätte ich gewusst, dass die da steht, hätte ich mich vorher nicht so aufgeregt. Aber dann war alles gut. Ich durfte einsteigen und das Bus brachte mich zum Hotel The Park Nine Suvarnabhumi, welches etwas zurückversetzt direkt an der Straße lag, die von der Innenstadt zum Flughafen führte. Dort konnte ich gleich einchecken. Das Zimmer war sehr einfach, aber sauber und ok.
Da ich Hunger hatte, hab ich schnell die Wertsachen in den Safe gepackt und bin zum Hotelrestaurant gegangen, was sich im Nachbargebäude befand. Es waren einige Tische belegt, aber für mich hatten sie noch einen freien Platz. Ich hatte mich schon länger auf richtig authentisches Thai-Essen gefreut und bestellte einen Papaya-Salat ohne Fisch und ein grünes Curry mit Reis. Beides war leider so scharf, dass ich es kaum essen konnte, obwohl ich dem Kellner gesagt hab, dass es nur wenig scharf sein soll. So wurde das Essen leider zu einem schlechten Erlebnis.



















