Fazit zu Bhutan
Das Tigernest-Kloster ist mir vor meiner Reise mehrfach auf Bildern im Internet aufgefallen und ich hab jedes Mal gedacht, dass ich mir das gern mal in echt anschauen würde. Nachdem ich herausgefunden hatte, wo es lag und wie man da hin kommt, hab ich Bhutan in meinen Reiseplan aufgenommen und muss sagen: es hat sich echt gelohnt! Das Land strahlt eine tiefe Ruhe aus und ist überall sehr sauber, was ein krasser Gegensatz zu Indien war. Ich habe die Zeit dort sehr genossen, auch wenn es nur ein paar Tage waren - mehr konnte (und wollte) ich mir nicht leisten.
Der Weg zum Kloster war anstrengend, aber es war ein tolles Gefühl, dass ich es da hoch geschafft hab und mir diesen Traum erfüllen konnte. Das Gebäude selbst war sehr beeindruckend und es ist schade, dass man innen keine Fotos machen durfte.
Der Vorteil von einer Bhutan-Reise im Winter ist, dass es kaum andere Touristen an den Sehenswürdigkeiten gibt. Der Nachteil sind definitiv die kalten Nächte. Ich hab es nicht verstanden, warum beide Hotels die Zimmer nicht vorheizen, wenn sie wissen, dass Gäste kommen.
Würde ich nochmal hinreisen? Wenn die Preise runter gehen, sehr gerne! Ich bin mir sicher, dass es dort noch viel mehr zu sehen gibt, als ich bei meiner Stipvisite erkunden konnte.
Kurioses
- Bhutan hat sich während der Corona-Pandemie für 2,5 Jahre komplett von der Außenwelt abgeschottet. Erst seit Ende 2022 dürfen Touristen wieder ins Land reisen.
- Man kann nur über Indien, Thailand oder Singapur nach Bhutan fliegen, da die Flüge nur von wenigen Fluggesellschaften mit speziell ausgebildeten Piloten angeboten werden.
- Für die Reise benötigt man eine von der bhutanischen Regierung zertifizierte Reiseagentur. Individualreisen sind nicht gestattet. Außerdem darf man sich nur in Begleitung durch das Land bewegen - ein Guide und ein Fahrer pro 'Reisegruppe' sind also Pflicht. Das macht die Reise sehr kostenintensiv.
- Zusätzlich zum Reisepreis kommt noch die sogenannte "Sustainable Development Fee", wörtlich übersetzt in etwa die 'Gebühr zur Förderung von nachhaltiger Entwicklung'. Sie wurde erst vor kurzem von 200 US-Dollar auf 100 USD-Dollar pro Tag und Person gesenkt - was aber ja immernoch genug ist.
- Die offizielle Währung in Bhutan ist der Ngultrum (BTN). Da ich kaum etwas ausgegeben hab, weil fast alles bereits in meinem Reisepreis enthalten war, wollte ich am Ende der Reise das restliche Geld wieder in eine andere Währung wechseln lassen. Am Flughafen in Paro waren allerdings alle Wechselstuben geschlossen und in den darauffolgenden Ländern hat niemand die Währung zum wechseln angenommen. Bin gespannt, ob ich darauf sitzen bleibe...
